Nichtselektive HF-Vorstufe mit der Batterieröhre DF91 (1T4)

Ein Empfänger mit Batterieröhren sollte auch ohne Erdung und längere Antenne funktionieren. Bei Geradeausempfängern ist dazu die Demodulationsstufe um eine HF-Vorstufe zu ergänzen. Die nachfolgende Abbildung zeigt einen Schaltungsvorschlag für eine nichtselektive HF-Vorstufe [1].  Man spricht dabei auch von einer aperiodischen Vorstufe. Der Vorteil gegenüber einer selektiven Vorstufe liegt darin, dass der aufwendige Abgleich der zwei Schwingkreise entfällt. Als HF-Verstärkerröhre wird die DF91 (Äquivalenztyp: 1T4) eingesetzt. Die Triode der DAF91 bzw. DAF96 ist hierfür nicht geeignet, da sie nur für den Einsatz in NF-Verstärkern ausgelegt ist [2]. Die angegebene Schaltung lässt sich leicht um eine Entdämpfung erweitern [1, S. 59].

Literatur

  1. Röbenack, K.: Radiobasteln mit Elektronenröhren - Detektorempfänger und Audionschaltungen. (ISBN: 978-3-8440-1864-6)
    Shaker Verlag, Aachen, Mai 2013, Abschnitt 2.7. [mehr]
  2. Rodenhuis, E.; Sparbier, W.: Röhren für Batterie-Empfänger. Philips' Technische Bibliothek, 1956.

Schaltung

HF-Drossel

Für die HF-Drossel L2 wurde der Spulenkörper T1.4 verwendet, der eine Induktivitätskonstante von ca. 5nH pro Windungsquadrat aufweist. Grundsätzlich sollte man bei einer HF-Drossel möglichst viele Windungen aufbringen. Für die Induktivität von 1mH sind ca. 450 Windungen erforderlich.